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Ausländische Aktivitäten

07.05.2015

Ausländische Aktivitäten

Die Globalisierung bietet Logistikern große Chancen ? diese liegen nicht selten in ganz neuen Märkten.

"Wir sehen im deutschen Markt ein enormes Wachstumspotenzial", sagte Marie-Christine Lombard, seit dem Jahr 2012 Generaldirektorin beim französischen Logistikdienstleister Geodis auf dem Roten Sofa der DVZ. Neben Frankreich, Polen, China und den USA sei Deutschland einer der Haupt-Zielmärkte des Unternehmens, in den man zum Beispiel auch in Form höherer Werbebudgets investieren wolle. Insbesondere die Geschäftsbereiche Spedition, Landtransport, Kontraktlogistik und Supply-Chain-Optimierung seien hier von Interesse. ?In den vergangenen Jahren haben wir uns zunächst darauf konzentriert, Best-in-Class-Lösungen zur Steigerung der Produktivität zu entwickeln", so Lombard. Jetzt gehe es hauptsächlich darum, die enormen Möglichkeiten, die die Globalisiereung biete, auch zu nutzen. Denn das effiziente Managen der immer komplexeren und volatileren Logistikketten funktioniere nur mit Dienstleistern, die in der Lage seien, hochflexible, leistungsfähige Konzepte für ihre Kunden bereitzustellen. ?Wir haben in diesem Jahr auf der transport logistic ein Experiment gewagt und im Rahmen unseres Messeauftritts ganz gezielt auf das Thema Partnerschaft gesetzt", sagte Prof. Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der Lübecker Hafengesellschaft. ?In enger Abstimmung mit unseren skandinavischen Partnerhäfen Trelleborg und dem Verbund Kopenhagen/Malmö wollen wir versuchen, Korridore zukünftig gemeinsam zu vermarkten." Da Kunden immer stärker in Transportketten denken, sei dies aus seiner Sicht genau der richtige Ansatz. Für das Jahr 2015 erwarte man für den Hafen Lübeck nach dem starken Vorjahr einen weiteren Zuwachs. Inwieweit die Einführung der neuen Schwefelrichtlinie vor fünf Monaten allerdings dazu führe, dass Transporte wieder zurück auf die Straße verlagert würden, müsse abgewartet werden. ?Wir sehen das durchaus als Gefahr", so Jürgens auf dem Roten Sofa. ?Eigentlich sollen die umweltfreundlichen Verkehrsträger doch immer gefördert werden." Das Königreich Bahrain unternimmt im Wettbewerb zwischen den internationalen Logistikstandorten derzeit gezielt Anstrengungen, um ausländische Investoren in die Golfregion zu holen. ?Wir sind in diesem Jahr zum ersten Mal auf der transport logistic vertreten", sagte Khalid Al Rumaihi, Chef der Vermarktungsorganisation Bahrain Economic Development Board. ?Dabei stellen wir auch in den zahlreichen Gesprächen auf der Messe immer wieder fest, dass in Deutschland eine große Offenheit und ein großes Interesse an Geschäften mit Bahrain besteht - das ist in anderen europäischen Ländern nicht immer so." Er lud außerdem interessierte deutsche Unternehmer zu einer Delegationsreise Logistik Anfang November nach Bahrain ein. Gerade vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Regionen Iran und Irak sowie der sich weiter stark entwickelnden Golfstaaten insgesamt sei die Markterkundung für Logistiker hochinteressant. ?Für uns ist Europa nach wie vor der spannendste Markt der Welt", erklärte Dachser-Chef Bernhard Simon auf dem Roten Sofa. Dabei spiele die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle. ?Der Faktor Mensch wird in der öffentlichen Diskussion zu diesem Thema leider viel zu oft vergessen", sagte Simon. ?Doch gerade unsere Mitarbeiter müssen wissen, wie sie mit der Digitalisierung richtig umgehen." Dachser setze in diesem Zusammenhang vor allem auf den gezielten Aufbau von eigenem Know-how, beispielsweise im Bereich der Aus- beziehungsweise Weiterbildung. Denn Wissen könne man generell nur ausgesprochen schwer von außen hinzuholen.

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